Januar-Newsletter von „Literatur im Siebengebirge e. V.“

Hallo zusammen,

das alte Jahr ist noch nicht ganz abgeschlossen, da spitzelt mit unserem Veranstaltungskalender für Januar bereits das neue Literaturjahr um die Ecke und lockt mit ersten Veranstaltungen.
Wir möchten im Januar ein besonderes Augenmerk auf Veranstaltungen richten, die auch für ein jüngeres Publikum interessant sein dürften. Wie wäre es also, wenn Sie mit Kindern und/oder Enkel einmal zum PoetrySlam im Bonner Pantheon vorbeischauen? Oder Sie besuchen die Veranstaltung der Schülerinnen und Schüler des Bonner Konrad-Adenauer-Gymnasiums, die sich intensiv mit Lena Schättes Buch Das Schwarz an den Händen meines Vaters beschäftigt haben.
Für die Kleinsten dürfte dagegen Ina Hattenhauers Frittenfrettchenfete im Jugendzentrum Auerberg in Bonn genau das Richtige sein. Die Details entnehmen Sie wie immer unserem Veranstaltungskalender.
Für das kommende Jahr planen wir bei LiS, unseren Schreibwettbewerb neu aufzulegen. Ein Thema ist bereits gefunden und die Jury ist zusammengestellt! Im Laufe der nächsten Monate erfahren Sie bald Näheres!

Veranstaltungskalender

Die Raunächte
Vortrag von LiS-Autorin Eva-Maria Gerstkamp: Woher kommen die traditionellen Brauchtümer am Jahresende?
05.01.2026, 17:00 Uhr
Stadtbücherei, Hochstraße 52-54, Andernach
sowie
09.01.2026, 19:30 Uhr
Pfarrzentrum Mariä Heimsuchung, Frankenweg 127, Rhöndorf
Am Ende jedes Jahres sind die Tage auf der Nordhalbkugel der Erde kurz, kalt und düster. Die als Raunächte bekannte Zeit steht vor der Tür. Es ist die Zeit der Orakel und Weissagungen, die Tage zwischen den Jahren. Diese Zeit der Wintersonnenwende gilt als besonders geheimnisvoll und wird von vielen überlieferten Brauchtümern begleitet. Wir holen grüne Zweige ins Zimmer, schmücken sie prächtig, feiern mit großem Glockengeläute die Geburt des Christkindes, lassen es an Silvester so richtig krachen und begrüßen am Dreikönigstag umherziehende Sternsinger. Räuchermännchen, Christbaumschmuck, Krippen und Co. sind heute noch als traditionelle Brauchtümer lebendig.
Eva-Maria Gerstkamp erzählt von den Ursprüngen der Raunächte mit ihren Mythen und nimmt ihre Zuhörer zu Einblicken in unsere tiefste Vergangenheit und die Entwicklung des Kalenderwesens mit. Eindrücke zum Vortrag gibt der WDR2 Podcast Sonntagsfragen vom 23.11.2025
Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.
Schreibsalon Oberkassel
05.01.2026, 19:00 Uhr, sowie
19.01.2026, 19:00 Uhr
Kulturzentrum Altes Rathaus, Königswinterer Straße 720, Bonn-Oberkassel
Wer Interesse hat an kreativem Schreiben, ist herzlich eingeladen. Lassen Sie sich inspirieren durch Methoden aus dem Creative Writing und dem biografischen Schreiben! Texte stehen für sich! Auf Wunsch können sie auch mit literarischem Auge wohlwollend und zielführend besprochen werden. Informationen und Anmeldung unter RF.Striesow@t-online.de
Kostenbeitrag je Termin 10 Euro
Raus mit der Sprache – PoetrySlam
05.01.2026, 19:00 Uhr
Pantheon, Siegburger St. 42, Bonn-Beuel
Beim Raus mit der Sprache – PoetrySlam kommt das Beste, was die deutschsprachige Slam-Szene zu bieten hat (und zu bieten haben wird), zum lyrischen Kräftemessen zusammen. Dabei sind, um das Publikum zu begeistern, nur selbstverfasste Texte erlaubt. Wer die Bühne als Siegerin oder Sieger verlässt, entscheiden Sie: die Zuschauer!
Ob persönlich, politisch, albern, gefühlvoll, poetisch, prosaisch, komisch, berührend ehrlich, herrlich absurd … – erlaubt ist, was den Regeln entspricht. Das Publikum bestimmt die Siegerin oder den Sieger des Abends – gewonnen haben in der Regel alle etwas, und sei es nur diesen einen Satz, der genau das ausdrückte, was du schon immer gedacht hast!
Ina Hattenhauer: Die Frittenfrettchenfete
Die große Sprachspielparty
12.01.2026, 16:00 Uhr
Jugendzentrum Auerberg, Stockholmer Str. 23, Bonn
Willkommen Stotterotter, Firlefranz, Herdmännchen, Deichhörnchen, Brotkehlchen, Reisbär und Sauerhahn zur großen Sprachspielparty. Es erwartet euch ein wild zusammengewürfeltes Potpourri aus Zungenverstauchern, Palindromen, Anagrammen, Adjektieren und anderen Wortwuseleien. Zum Verhaspeln, Kaputtlachen und Selberdichten. Kinder lieben es, Wörter zu verdrehen, Geheimsprachen zu erfinden und lustvoll ihre Sprache zu entdecken – dieses Buch liefert einen schier unerschöpflichen Vorrat an Ideen und weckt so auch bei den Eltern den Sprachspielspaß ganz neu. Ina Hattenhauer, in Berlin geboren und aufgewachsen, studierte Visuelle Kommunikation an der Bauhaus-Universität Weimar und am Minneapolis College of Art and Design in den USA. Sie lebt mit ihrer Familie im wundervollen Weltnest Weimar und arbeitet seit 2009 als Diplom-Designerin und freischaffende Illustratorin für verschiedenste Verlage deutschland- und weltweit. Sie ist eine leidenschaftliche Sprachspielerin und wurde für ihr Buch Das ausgelassene ABC für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Dieser Band ist einer der 11 Titel umfassenden ersten Liste von Lyrik-Empfehlungen für Kinder, die die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung gemeinsam mit der Stiftung Internationale Jugendbibliothek, dem Haus für Poesie, dem Lyrik Kabinett und dem Deutschen Literaturfonds veröffentlich hat.
Ab 6 Jahren. Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich
Boulangerie
Literarisch-musikalische Forschungsreise zu Nadia und Lili Boulanger
15.01.2026, 19:30 Uhr
Kammermusiksaal, Bonngasse 22-24, Bonn
Die eine galt als Wunderkind und lebte nicht einmal ein Vierteljahrhundert. Die andere durchlebte beinahe ein ganzes und widmete es doch dem Werk der früh Verstorbenen. Lili und Nadia Boulanger sind zwei Ausnahmeerscheinungen der Musikgeschichte.
Das Projekt „Boulangerie“ bringt ihre Werke und ihre Lebenswege in Dialog und initiiert dabei selbst einen Dialog der Künste. Indem biografische Erzählungen und Stücke der beiden Schwestern aufeinandertreffen, lotet das Vorhaben ihre Wirkmacht in der Jetztzeit aus, zeichnet ihre Bedeutung für unseren heutigen Blick auf Komponistinnen nach und entdeckt in Text und Tönen die Diskurse, Schrecken und Aufbrüche des 20. Jahrhunderts. Es kommen nicht nur die beiden Schwestern musikalisch zu Wort, sondern auch ihr Umfeld. Neben Werken von Nadia und Lili Boulanger liegt ein weiterer Fokus auf ihren Lehrern, etwa Ernest Boulanger, aber auch Gabriel Fauré, Louis Vierne und Maurice Ravel.
Violoncello: Anouchka Hack
Klavier: Katharina Hack
Text und Sprecher: Tilman Strasser
Karten im VVK über das Beethovenhaus 28,60€ / 14,30€
Im Zauberreich der Märchen
18.01.2026, 16:00 Uhr
Pfarrheim St. Marien, Frankenweg 127, Bad Honnef
Die Autorin Irmgard Becker liest Märchen für Erwachsene aus eigener Feder und stellt ihre kunstvoll gefertigten Märchen-Dioramen und deren spannende Entstehungsgeschichte vor. Musikalische Begleitung: Kanaho Debinski, Gitarre.
Eintritt frei – Spenden erbeten. Anmeldung unter: info@literatur-im-siebengebirge.de
Gesammelte Heiterkeiten Literarische Schmankerl
Lesung mit Larissa Laë & Rainer SELmanN
25.01.2026, 17:00 Uhr

Atelier Laë, Heisterbacherhofstr. 1 / Ecke Josefstraße, Bonn
Lachen mit Joachim Ringelnatz, Karl May und vielen anderen:
Von Senfindianern bis Eskimoiaden
Von Spatzen bis Zitronen
Vom bösen Advent bis zum heiteren Krokodil.
Eine Lesereise durch Bekanntes und Unbekanntes aus vielen Jahrzehnten Humor!

Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters
27.01.2026, 19:00 Uhr
Konrad-Adenauer-Gymnasium, Max-Planck-Str. 24, Bonn
Motte wird die Ich-Erzählerin von ihrem Vater genannt. Der Vater ist Arbeiter, Spieler, Trinker. Eigentlich hat Motte sogar zwei Väter: den einen, der schnell rennen kann, beim Spielen alle Verstecke kennt und sich auf alle Fragen eine Antwort ausdenkt. Und den anderen, der von der Werkshalle ins Büro versetzt wird, damit er sich nicht volltrunken die Hand absägt. Und das mit dem Alkohol, sagt die Mutter, war eigentlich bei allen Männern in der Familie so.
Auch Motte trinkt längst mehr, als ihr gut tut. Schon als Kind hat sie beim Schützenfest Kellnerin gespielt und die Reste getrunken, bis ihr warm wurde. Jetzt, als junge Frau, schläft sie manchmal im Hausflur, weil sie mit dem Schlüssel nicht mehr das Schloss trifft. Ihr Freund stützt sie, aber der kann meistens selbst nicht mehr richtig stehen. Nur ihr Bruder, der Erzieher geworden ist, schaut jeden Tag nach ihr. Als bei ihrem Vater Krebs im Endstadium diagnostiziert wird, sucht Motte nach einem Weg, sich zu verabschieden – vom Vater und vom Alkohol.
Lena Schätte, geboren 1993 in Lüdenscheid, debütierte 2014 mit dem Roman »Ruhrpottliebe«. In den Folgejahren arbeitete sie als Psychiatriekrankenschwester im Ruhrgebiet, bis sie 2020 ein Studium des Literarischen Schreibens am Deutschen Literaturinstitut Leipzig aufnahm. Heute betreut sie suchtkranke Menschen in Lüdenscheid – und schreibt. Für einen Ausschnitt aus dem Roman Das Schwarz an den Händen meines Vaters wurde Lena Schätte mit dem W.-G.-Sebald-Literaturpreis 2024 ausgezeichnet.
Die KlasseBuch-Reihe ist eine Kooperation mit Bonner Schulen, die ausdrücklich auch für außerschulisches Publikum und alle Interessierten geöffnet ist. Aufbauend auf Projektarbeit und Lektüre im Unterricht, wird die Veranstaltung für Schüler*innen zum Live-Literaturerlebnis, an dem sie aktiv beteiligt sind.
Karten im VVK über Bonnticket 16€ / 8€ / 2,50€, Abendkasse 18€ / 10€ / 3€
Eintritt für Schüler*innen frei
Literaturabend: Naïg Rozmor
(1923-2015): ein bretonisches Leben
Lesungen auf Bretonisch und Deutsch, Filmaufnahmen, Musik und Cidre …
30.01.2026, 19:00 Uhr
Kunstforum Palastweiher, Winzerstr. 7, Königswinter
Naïg Rozmor ist das Pseudonym von Anne Corre. Sie war eine vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin, Dichterin und Dramatikerin, und schrieb in bretonischer Sprache. Sie hat Gedichtbände, Märchen, Kurzgeschichten und Dramen verfasst, teilweise durchaus sozialkritisch.
Bei dem Literaturabend wird zunächst eine kurze Einführung zu Naïgs Leben und Werk gegeben. Dr. Arndt Wigger wird von einem Besuch bei Naïg in Roscoff berichten. Dann wird Naïg selbst auf Bretonisch per Video zu Wort kommen und aus ihrem Leben erzählen. Alle Texte werden auch in deutscher Übersetzung vorgetragen.
Ergänzend wird der Dichter und Künstler Diarmuid Johnson, der Naïg persönlich kannte, Gedichte in bretonischer Sprache vortragen und die Veranstaltung musikalisch umrahmen.
Eine Veranstaltung des SKSK Studienhaus für Keltische Sprachen und Kulturen e. V. in Kooperation mit LiS, dem Verein Literatur im Siebengebirge.
Es wird um Anmeldung gebeten: per Mail an eolas@sksk.de oder telefonisch 02223 912666 (AB)
Der Eintritt ist frei!

Vorankündigung:

Literarische Blindverkostung: Share Reading
Vorlesen und drüber reden
06.02.2026, 19:00 Uhr
bei Sofie Otto, Komiansweg 14, Bad Honnef, Ortsteil Wülscheid
Wir laden ein zu einem neuen Format:
Die Idee, dieses vor zwanzig Jahren in England entstandene Konzept auch einmal bei uns auszuprobieren, entwickelte sich im LiS-Stammtisch.
Ablauf: Die Leseleiterin wählt ein Buch und daraus einige Textabschnitte aus, die von 3-4 Teilnehmenden laut vorgelesen werden. Nur die Leseleiterin kennt das Buch vorher. Nach jedem Lesen wird über das Gehörte gesprochen.
Sofie Otto hat sich dankenswerterweise bereit erklärt, dass wir uns bei ihr treffen können. Das Format braucht ein ruhiges Umfeld und kann nicht wie der Stammtisch in einer Kneipe stattfinden.
Die Leseleitung übernimmt diesmal Jutta Jahns-Böhm. Diese Aufgabe soll rotieren.
Das ganze dauert ca. 1 1/2 Stunden.
Sofie hat Platz für ca. 12 Personen. Es wird um vorherige Anmeldung gebeten bei Sofie (sedlibera@yahoo.de oder 0170 4452483) oder bei Jutta (boehm.teltow@t-online.de oder 0152 52733990).
Wir würden uns über euer Interesse sehr freuen.
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